Natur und Stadt in Österreich: worauf es bei der Planung ankommt
Natur und Stadt in Österreich: worauf es bei der Planung ankommt
Wer Ausflugsziele in Österreich sucht, hat ein Auswahlproblem und kein Angebotsproblem. Fast jede Region hat mehrere Ziele, die einen eigenen Tag rechtfertigen.
Klammen und Schluchten
Der Eintritt liegt üblicherweise im einstelligen Eurobereich und finanziert die Instandhaltung der Anlagen, die jedes Frühjahr überprüft werden müssen.
Die Saison ist begrenzt. Die meisten Klammen öffnen im Frühjahr und schließen im Herbst, weil die Anlagen im Winter nicht sicher begehbar sind.
Vom Zentrum in die Bezirke
Der November ist für Städtereisen der günstigste Monat: wenig Andrang, niedrige Unterkunftspreise und volles Kulturprogramm.
Innsbruck ist der einzige Ort dieser Größe, von dem aus das Hochgebirge in wenigen Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist.
Die Jahreszeiten und ihre Ziele
Der Frühsommer ist die beste Zeit für Wasserfälle, weil die Schneeschmelze die Wasserführung deutlich erhöht.
Der September gilt vielen als der beste Monat: stabiles Wetter, klare Sicht, warme Seen und deutlich weniger Andrang als im August. Einen breiteren Überblick zu Land und Leuten findet man unter znaki.fm/at-de.
Ziele für Familien
Bergbahnen ermöglichen Höhenwanderungen ohne langen Aufstieg. Das macht Ziele erreichbar, die sonst außer Reichweite wären.
Die Wegzeit mit Kindern liegt realistisch beim Anderthalb- bis Doppelten der angegebenen Dauer. Das sollte in die Planung einfließen.
| Hohe Tauern | Salzburg, Tirol, Kärnten | Hochgebirge, größtes Schutzgebiet der Alpen |
| Neusiedler See | Burgenland | Steppensee und Schilfgürtel |
| Gesäuse | Steiermark | Fels und Wildfluss |
| Donau-Auen | Wien, Niederösterreich | Auwald an der Donau |
Fälle, Bäche und Wildflüsse
Flussradwege sind eine eigene Kategorie von Ausflugszielen. Der Donauradweg ist durchgehend beschildert und in Etappen gut planbar.
Der Sprühnebel macht die Wege dauerhaft feucht. Rutschfeste Schuhe sind hier keine Empfehlung, sondern Voraussetzung. Die einzelnen Einträge sind dort gesammelt.
Was in der kalten Jahreszeit funktioniert
Rodelbahnen sind meist beleuchtet und auch am Abend befahrbar. Der Aufstieg zu Fuß gehört bei den meisten dazu.
Thermen sind in Ostösterreich und der Steiermark verbreitet und an Schlechtwettertagen entsprechend gut besucht.
- Feste Schuhe mit Profil sind die wichtigste Ausrüstung
- Rund 300 Höhenmeter pro Stunde im Aufstieg einplanen
- Gewitter bilden sich im Sommer meist am Nachmittag
- Stirnlampe wiegt wenig und rettet den späten Abstieg
Das Wichtigste in Kürze
Öffnungszeiten, Saisonzeiten und Sperren ändern sich. Vor der Anfahrt lohnt immer ein Blick auf die Seite des jeweiligen Betreibers.
Die Jahreszeit entscheidet stärker über den Eindruck als das Ziel selbst. Derselbe Ort wirkt im Mai anders als im September.
Nach starken Regenfällen kommt es zu kurzfristigen Sperren. Ein Blick auf die Seite des Betreibers vor der Anfahrt ist deshalb sinnvoll.
Gebaute Geschichte im Land
Freilichtmuseen versammeln historische Bauernhäuser aus einer Region an einem Ort. Sie funktionieren auch bei mäßigem Wetter gut.
In der Nebensaison sind viele dieser Orte geschlossen oder haben stark verkürzte Zeiten. Ein Blick auf die Seite des Betreibers gehört zur Planung.
Almen und ihre Saison
Der Großteil des Landes ist gebirgig. Wanderwege sind dicht markiert und über ein einheitliches System aus Farben und Nummern gekennzeichnet.
Auf Almen gilt besondere Vorsicht bei Weidevieh. Abstand halten, Hunde anleinen und bei Bedarf ableinen, wenn Tiere direkt auf einen zukommen.
Almhütten sind für Kinder oft der eigentliche Höhepunkt, wegen der Tiere und weil es dort etwas zu essen gibt.
Was nur regional bekannt ist
Wanderkarten zeigen Ziele, die online kaum auftauchen. Der Blick auf eine Papierkarte lohnt sich für die Planung weiterhin.
Die stilleren Plätze verlangen meist etwas mehr Aufwand bei der Anreise. Genau das hält sie still.
Marktbesuche richtig planen
Ein Marktbesuch sagt mehr über den Alltag einer Stadt aus als die meisten Sehenswürdigkeiten im Zentrum.
Viele Märkte haben angeschlossene Lokale, die zu ungewöhnlichen Zeiten geöffnet sind, teils schon am frühen Morgen.
Anreise und Erreichbarkeit
Das Bahnnetz erschließt die Haupttäler gut. In Seitentälern übernehmen Postbusse, die aber deutlich seltener fahren, teils nur wenige Male am Tag.
Mautstraßen führen zu manchen Ausgangspunkten. Die Gebühren sind nicht unerheblich und werden bei der Planung gern vergessen.
Im Hochsommer sind Bergseen und Höhenwege gut erreichbar, dafür sind die bekannten Ziele stark besucht. Frühe Starts helfen erheblich.
Wie sich das Land gliedert
Grob lässt sich das Land in vier Zonen teilen: die Hochalpen im Westen und Süden, die Voralpen, das Donautal mit den Hügellandschaften und die pannonische Ebene im Osten.
Im Westen dominieren Berge und Bergseen, im Osten Flachland, Weinbau und der Neusiedler See als größte Wasserfläche.
Seen und Bergseen
Kärnten hat mit dem Wörthersee und dem Millstätter See Seen, die im Sommer deutlich wärmer werden als die Gewässer weiter im Norden.
Das Salzkammergut zwischen Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark hat die höchste Dichte an Seen. Hallstätter See, Wolfgangsee und Attersee sind die bekanntesten davon.
Kurze Antworten auf wiederkehrende Fragen
Wie plant man Wegzeiten realistisch?
Über die Höhenmeter, nicht über die Kilometer. Im Aufstieg rechnet man üblicherweise mit rund 300 Höhenmetern pro Stunde.
Gibt es Welterbestätten in Österreich?
Ja, mehrere. Dazu zählen unter anderem die Wachau an der Donau und Teile des Salzkammerguts.
Was kostet ein Ausflugstag?
Das Wandern selbst nichts. Die Kosten entstehen über Anreise, Bergbahnen, Mautstraßen und Einkehr, wobei die Bahn meist der größte Posten ist.
Angaben zu Wegen und Erreichbarkeit geben den üblichen Stand wieder. Kurzfristige Sperren sind besonders nach Unwettern möglich.